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Warum fressen Hunde Gras?

  • vor 4 Tagen
  • 2 Min. Lesezeit

Viele Hundebesitzer beobachten es regelmäßig beim Spaziergang: Der Hund bleibt stehen, schnuppert und beginnt plötzlich, Gras zu fressen. Dieses Verhalten wirkt oft ungewöhnlich und es lohnt sich genauer hinzuschauen, denn die Gründe dafür sind vielfältig.
 
Neugier, Geschmack und natürliche Gewohnheit
Junge Hunde erkunden ihre Umgebung vor allem mit dem Maul und probieren dabei auch Gras aus. Aber auch erwachsene Hunde fressen manchmal gerne Gras, besonders im Frühling. Dann ist das Gras frisch, weich und saftig und enthält mehr Feuchtigkeit als das trockene Gras im Sommer oder Herbst. Deshalb kann Grasfressen ein ganz normales Verhalten sein, das Hunde von ihren Vorfahren, den Wölfen, übernommen haben.
 
Unterstützung der Verdauung, Übelkeit und Selbstregulation
Gras enthält Ballaststoffe, die die Verdauung anregen können. Manche Hunde fressen daher gezielt Gras, um ihren Magen zu beruhigen oder die Verdauung zu unterstützen. Einige Hunde greifen auch zu Gras, wenn ihnen übel ist. Manchmal führt das anschließend zum Erbrechen, aber längst nicht immer. Die verbreitete Annahme „Wenn ein Hund Gras frisst, muss er sich übergeben“ stimmt also nur teilweise. Deshalb lohnt es sich, genauer hinzuschauen und die Ursache für die Übelkeit abzuklären. Gerne unterstütze ich dich dabei.
 
Nährstoff- oder Faserbedarf
Ein weiterer Grund kann ein Nährstoffmangel sein. Bei hochwertigem Hundefutter ist das jedoch eher selten, echte Mängel durch das Futter sind die Ausnahme. Hat dein Hund allerdings ein Ungleichgewicht im Darm, erbricht sich häufiger oder leidet unter Durchfall/weichem Stuhl, kann die Aufnahme wichtiger Nährstoffe beeinträchtigt sein. Dadurch kann es tatsächlich zu einem Mangel kommen. In solchen Fällen ist es sinnvoll, genauer hinzuschauen und die Ursache abklären zu lassen.
 
Langeweile oder Stress
Fehlende Auslastung oder Stress können ebenfalls eine Rolle spielen. Grasfressen wird dann zu einer Art Beschäftigung oder Übersprungshandlung.
 
Nicht das Gras selbst ist meist das Problem, sondern die Umstände.
Wenn dein Hund ständig Gras sucht und sich kaum davon ablenken lässt, kann das auf Magenprobleme, Stress oder Unwohlsein hindeuten. Gelegentliches Erbrechen ist dabei nicht ungewöhnlich. Tritt es jedoch häufiger oder regelmäßig auf, sollte das zeitnah abgeklärt werden. Bitte beachte außerdem: Nicht jede Wiese ist unbedenklich. Mögliche Risiken sind Pestizide, Dünger, Schadstoffe, Schimmel oder auch Schnecken.
 
Wann du dringend handeln solltest
Achte auf Warnzeichen wie Durchfall, Appetitverlust, Mattigkeit, Bauchschmerzen oder häufiges Schmatzen. Besonders, wenn dein Hund mehrmals täglich und nach jeder Mahlzeit Gras frisst. Eine Abklärung ist sinnvoll, wenn das Grasfressen plötzlich deutlich zunimmt, dein Hund täglich große Mengen frisst oder zusätzliche Symptome wie Erbrechen, Durchfall oder Gewichtsverlust auftreten. Auch wenn dein Hund dabei unruhig wirkt, Schmerzen zeigt oder sogar Erde, Plastik oder andere Dinge frisst (sogenanntes Pica-Verhalten), solltest du genauer hinschauen.
 
Du bist dir beim Thema Grasfressen unsicher? Melde dich gerne bei mir!
Gelegentliches Grasfressen vor allem, wenn Hunde das erste frische Gras im Jahr knabbern und keine weiteren Symptome zeigen, ist in der Regel völlig unbedenklich. Man kann es sich ein bisschen wie einen kleines Leckerchen zwischendurch vorstellen.
Meist handelt es sich um ein ganz normales Verhalten mit unterschiedlichen Ursachen: Instinkt, Unterstützung der Verdauung oder auch einfach Langeweile. Solange dein Hund gesund wirkt und keine auffälligen Begleitsymptome zeigt, besteht normalerweise kein Grund zur Sorge. Erst wenn das Verhalten übermäßig wird oder zusammen mit weiteren Symptomen auftritt, lohnt es sich, genauer hinzuschauen und ganzheitlich zu unterstützen.
 
 
 

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